Ich empfand es eigentlich als gute Aufwärmaktion meine SUPs mit der Handpumpe zu befüllen. Im Bereich 12-15 PSI wird es allerdings gerade bei warmen Wetter sehr schweißtreibend. Dazu habe ich mir bei einem allzu energischem Aufpumpen eine Rückenzerrung geholt, da ich nicht wirklich aus den gebeugten Knien, sondern nur mit dem gebogenen Rücken gepumpt hatte.
Am Anfang hatte ich auch Bedenken eine elektrische Pumpe anzuschaffen, weil sie durch den Kompressor wirklich laut ist. Selbst bei vielen YouTube Videos zu hören. Und ich wollte nicht in der Natur solch einen Lärm verursachen. Durch meine Zerrung geläutert habe ich mich dann aber doch entschlossen eine elektrische Pumpe anzuschaffen.
Ich habe mich für eine Kompressorpumpe von Mistral/Bravo entschieden. Im Lieferumfang der BP12 enthalten war ein Blei Akku, Schlauch, SUP Aufsatz, verschiedene Adapter, eine Kabel für die Autobatterie und das Ladegerät. Alles passt in die Tasche mit den drei Fächern.

Bravo_Mistral_Pumpe

Meine Bedenken des entstehenden Lärms vom Kompressor habe ich insoweit verringert, dass ich die Pumpe im Autofußraum platziere und die Tür anlehne. Hier kommt einem der lange Schlauch von Pumpe zum SUP sehr gelegen. Somit konnte ich das Außengeräusch wesentlich reduzieren. Die Pumpe, die für 14 PSI ausgelegt ist erreicht bei mir nicht ganz das angegebene Volumen. Es reicht aber für mein Empfinden völlig aus zumal sich bei Hitze die Luft noch ausdehnt. Die Pumpe schaltet automatisch nach erreichen der PSI-Einstellung ab. Man kann dann den on-Schalter weiter herunter drücken um mehr Volumen zu erreichen. Da sich aber kein Manometer am Gerät befindet, sollte man vorsichtig sein um nicht den angegebene PSI-Wert vom SUP zu überschreiten. Der mitgelieferte Akku hält bei mir für maximal 2-3 Ladungen. Danach kann man auch direkt über die Autobatterie weiter pumpen.

pump_6pump_5

Fazit:
Für mich ist es mit der elektrischen Pumpe eine ungemeine Erleichterung. Mein Rücken dankt es und ich konzentriere mein Aktivitäten lieber aufs Wasser. In der Zeit während die Pumpe ihre Arbeit verrichtet ziehe ich mich um und bereite mich fürs SUPen vor. Seit der Pumpe gehe ich auch öfters mal an den See, weil die Voranstrengung wegfällt. Vielleicht ist in Zukunft ein Wechsel von manueller und elektrischer Pumpe ein guter Weg.

Daten:
Mistral/Bravo BP 12
Förderleistung: ca. 160 Liter/min
Druck: 0,15 – 1,0 Bar (14 PSI) frei wählbar
Anschluss Autobatterie: Krokodilklemmen
Bleiakku incl. 230V Ladegerät (ca. 400 Betriebszyklen)
Adaptersatz mit Adaptern incl. AirSUP-Ventiladapter
Schlauch: ca. 170 cm

Weitere Informationen und Kaufmöglichkeiten: Internet

2 thoughts on “Elektrische Pumpe Mistral/Bravo BP 12

  • 29. April 2018 um 22:37
    Permalink

    Solange die Dinger einen derartigen Lärmpegel haben, sind sie für mich komplett inakzeptabel. Industrielärm in die Natur zu tragen ist der Akzeptanz des SUP-Sports sicher nicht hilfreich. Heute hat neben mir einer mit so einem S..teil sein Board aufgepumpt, wenn ich mir vorstelle, dass das 5-10 gleichzeitig machen… Entweder die Dinger sind nicht lauter als eine Handpumpe oder sie sind nicht zukunfsfähig

    Antworten
    • 30. April 2018 um 15:05
      Permalink

      Hallo Johann,
      da hast Du schon recht, dass die Pumpen sehr laut sind. Und auch mich nervt es den Kompressor der Pumpe zu hören. Darum läuft meine Pumpe, wie im Artikel geschrieben, im Auto und nur der Schlauch schaut raus. Damit lässt sich die Lautstärke eindämmen. Ich habe auch schon in sehr ruhigen Spots lieber die Handpumpe genommen um nicht zu stören. Allerdings bin ich oft am Baggersee (hier ist der Geräuschepegel sowieso sehr laut) und ich bin froh nicht immer mit Hand pumpen zu müssen. Ich hoffe auch, dass die Pumpen irgendwann Mal einen Schalldämpfer bekommen, falls sowas technisch machbar ist. Bist Du selber auf dem SUP unterwegs?
      Viele Grüße
      Joel

      Antworten

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